Trust #136 und Trust #137

| November 11th, 2009

trust-136Trust #136
(A4, 68 Seiten, 2,50 Euro + Porto, PF 110762, 28087 Bremen)
Hab ich mich aber gefreut, als ich das neue Trust in meinem Briefkasten fand und das obwohl der Absender und mein persönlicher Trust-Dealer nur drei Straßen von mir entfernt wohnt. Warum macht er das bloß? Hat er zuviel Geld? Oder schreibt er einfach nur gerne meinen Nachnamen falsch? Fragen über Fragen, deren Antworten aber auch irgendwie egal sind. Heft aufgeblättert, die üblichen Kolumnen überflogen und dann in die Tiefen des Fanzine-Dinosauriers eingetaucht. Wie immer bietet das Trust vor allem Interviews. Beim Trust ist es merkwürdig. Entweder machen sie eine Ausgabe, bei der mich so gut wie alle Bands interessieren oder eine Ausgabe, die mir völlig am Arsch vorbei geht. Bei der #136 war ich aber mal wieder auf der Gewinnerseite. Gleich zu Anfang sorgt das ausführliche Interview mit der Schweizer Band Norton für eine kurzweilige Unterhaltung während eines ansonsten langweiligen Bierschisses. Danke schon mal dafür! Nur einen Tag später genoss ich das langweilige Interview Alvas mit Only Crime (wo sich jetzt unter anderem Ex-Good Riddance-Typ Russ Rankin am Mikro die Zeit vertreibt) während eines kurzweiligen Chili Con Carne-Schisses. Auch gut. Köstlich amüsiert habe ich mich wiederum bei Jans langer Befragung von Sam, seines Zeichens Sänger von Scheisse Minnelli. Hier hab ich sogar das Kacken vergessen! Viel zu kurz für einen anständigen Toilettengang ist leider das Frage und Antwortspiel mit den Machern vom Be-Part Festival in Stuttgart. Da hätte ich mir etwas mehr Inhalt gewünscht. Dafür gibt’s ein ganzseitiges Foto vom Interview-Partner. Kann er sich stolz an die Wand hängen. Was das Yeah Yeah Yeahs-Teil soll, weiß der Teufel und Alva Dittrich. Für einen mehrtägigen Aufenthalt auf dem Bahnhofsklo sorgt dann aber Teil 2 (Persönliche Fragen) des Tour-Booker-Specials. Hier wird jetzt aber mal so richtig aus dem Nähkästchen erzählt. Bei den Fanzine-Reviews werde ich von Jan persönlich erwähnt und bin zufrieden. Er macht seine Sache echt gut. Bei Captain Planet und Tackleberry war für mich persönlich dann die Luft raus, der Spannungsbogen war überzogen, die Musik raus. Aber drauf geschissen. Kurz gesagt: Kauf das Trust #136 und die Welt ist Dein Freund! Obnoxious

Trust #137
(A4, 68 Seiten, 2,50 Euro + Porto, PF 110762, 28087 Bremen)
Ach herrje, ach herrje, ach herrje. Ich hab’s ja bei der Besprechung der Ausgabe 136 schon angedeutet: Das Trust: mal so, mal so! Diesmal so. Also anders, als beim letzten Mal. Mit dieser Ausgabe kann ich so gut wie überhaupt nichts anfangen. Schon das Cover ist eine grobe Beleidigung des guten Geschmacks. Kotzen, Mund abwischen, Heft aufblättern. Der Schlusssatz von Dolfs Vorwort „I’m so glad, Jacko is dead“ ist dann ebenso überflüssig und irrelevant wie der Rest der Ausgabe: Wen interessieren schon Interviews mit, ich sag jetzt mal, Projekten wie Egotronic, Sunn O))), Diedrich Diederichsen (sorry Jan, aber so was geht echt nicht) und Voetsek. Das klapperdürre Teil über No Fun At All sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt und ist eigentlich eine Frechheit. Einzig und allein die Interviews mit Zosch! und Marco von Soundflat Records heben sich aus der Wüste der Belanglosigkeit heraus. Außerdem geht mir das neue Layout gewaltig auf den Sack. Es wird ohne Ende mit Rahmen, Flächen und dunklem Background gearbeitet und das gefällt mir überhaupt nicht. Also nee, so was. Ich könnte dazu noch viel mehr schreiben. Aber mir fällt einfach nichts mehr ein. Vielleicht klappt’s ja beim nächsten Mal wieder mit dem Nachbarn?! Kopf hoch, Ihr steckt ja noch in den Kinderschuhen! Obnoxious



Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen