Taugenix #9

| Oktober 27th, 2009

taugenix-9(A4 + CD, 68 Seiten, 3 Euro + Porto, PF 3530, 29235 Celle)
Vor mir liegt mein erstes Taugenix-Fanzine, die Ausgabe 9. Shame on me, ich wollte mir doch schon vor einiger Zeit ein eigenes Bild vom „schlimmen Deutschpunkblatt“ machen. Zu oft habe ich von anderen gehört wie schlimm Nix gut-Bands sind… und nun noch ein Zentralorgan des Labels mit den schlimmen Bands! Jetzt hat es sage und schreibe 9 Ausgaben gedauert und erst jetzt kann ich mir ein Bild von dem teilweise bunten Din A 4er machen. In anderen Fanzines las ich jetzt immer wieder relativierende Meinungen zu der vorher viel beschworenen Zeitung, da hieß es dann: „gar nicht so wild, so schlimm ist das gar nicht, eigentlich sogar gut …“ Ich will ja schön subjektiv sein und darum kann ich nach der Lektüre sagen, dass mir das Taugenix keine schlaflosen Nächte beschert, mich aber tadellos unterhält. Die vielen, kurzen Vorstellungen der auf der CD gefeatureten Bands im hinteren Teil des Heftes gehen mir am Arsch vorbei, liegt aber auch daran, dass ich mit den meisten Bands nicht warm werde. Der St. Pauli-Bericht juckt mich nicht, da Fußball für mich ein böhmisches Dorf ist. Das S.I.K.-/Chaostage-Wendeposter bleibt bei mir im Heft. Die Schlachtrufe BRD-Konzertberichte sind vielleicht etwas zu ausführlich, obwohl echt interessant ist, was für Penner in Freiburg das Konzert veranstaltet haben. Darüber hätte ich gern mehr Infos gehabt. Der Rest des Heftes, und das ist der größte Teil, gefällt mir richtig gut. Der Bericht über die Präsenz von Nazis in der HC-Szene ist gut recherchiert. Die Kolumnen und die Story von Mad Jazz Morales finde ich außergewöhnlich unterhaltsam, die Fakten von Agnes gut geschrieben und auf den Punkt gebracht. Weiter gibt es einen interessanten Einblick in die Orga-Tätigkeit beim NATO-Gipfel, das JUZ Verden stellt sich vor und ist leider nach langer Zeit der Selbstverwaltung von der Stadt übernommen worden.
Einige Interviews, lustig ist das mit Casanovas Schwule Seite, cool das mit Walter Elf. Das mit den Pigs hat mich eigentlich nicht interessiert, da ich aber aus der selben Stadt komme, wurd’s trotzdem gelesen, ist mir egal. Noch mal ernst wird es bei dem Bericht über Tierversuche der nicht bloß rumheult, sondern spannende Fakten liefert. Ein unterhaltsames, gut gemachtes Heft mit einer, teilweise erheblich kleinen Schnittmenge meines Musikgeschmacks, lohnt sich trotzdem! dennisdegenerate



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