Endlich gab es für mich einmal die Gelegenheit, eine Band, die ich sehr mag zu interviewen. Wie das Interview beweist, sind die Mitglieder nicht nur nette Kerle, sondern haben auch wirklich etwas zu sagen.

Derzeit seid ihr ausgiebig auf Tour. Wo seid ihr gerade unterwegs?

Das Jahr fing schon heiter an mit einer Serbien-Kroatien-Ungarn-Slowakei-Tour, die wir trotz versuchter Attentate (Bombenalarm im Klub in Novi Sad durch Faschos, Vergiftungsversuche durch selbstgebrannten Balkan-Schnaps etc.) heil überstanden haben! Soeben haben wir unsere Release-Parties, Part I, II und III in Berlin, Dresden und Münster steigen lassen, freuen uns auf die Bretagne, eine fünftägige Tour im April durch England/Schottland und besonders auf unsere zweiwöchige im Juli durch Russland!

Spielt ihr schon die neuen Songs von “The Good, The Bad And The Punks“? Wie kommen die Stücke beim Publikum an?

Einige Songs der neuen Scheibe geben wir schon zum Besten, u.a. „Proud to be Punk“, „Mayday“ und „Kids of the TowerBlocks“. Besonders der „Proud To Be …“, der ja was Hymnenartiges hat, wird dabei regelrecht abgefeiert! Wir sind froh, dass sich unser Publikum nicht nach dem Motto „was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht!“ verhält! Die richtige Mischung aus alten und neuen Songs für eine Live Show zu finden, ist angesichts von mittlerweile vier veröffentlichten Longplayern natürlich auch nicht immer ganz einfach!

Habt ihr noch Lust eure alten Stücke selbst zu hören – geschweige denn zu spielen?

Na, das kommt ganz darauf an, um welche Stücke es sich handelt. Die Songs, die wir in unser aktuelles Programm integriert haben sind auch für uns kaum daraus weg zu denken. Mit jeder neuen Platte wird es schwieriger, alte Stücke aus dem Programm zu nehmen, denn Songs wie „General Boredom“ und „Football Junks“ gehören zu TowerBlocks wie das Runde ins Eckige. Da werden die Leute schon mal sauer, wenn wir einen vergessen. Diese Songs haben auch heut noch wichtige Aussagen und das Publikum hat Spaß damit – darum werden wir sie immer spielen, auch wenn uns die Ohren bluten.

Was war los mit eurer Russland-Tour im letzten Jahr. Warum wurde die abgesagt?

Es gab ein paar organisatorische Probleme mit den genauen Terminen und dem Verlauf der Tour, so dass wir gemeinsam mit dem Promoter vor Ort entschieden haben, das Ganze auf 2009 zu verschieben – und vom 5.-20.7.2009 soll es nun so weit sein, wenn bis dahin kein Weltkrieg ausbricht oder ein zweites Tschernobyl hochgeht …

Der Mitarbeiter eines bekannten online-Tattoo-Magazins hat mir berichtet, dass ihr euch für die Fotos zum Artikel unbedingt nackt fotografieren lassen wolltet. Was ist dran? Lügen die Medien?

Die Medien lügen nie mein Freund! Wir haben uns auch schon fotografieren lassen. Nur der Fotograf war sich nicht sicher, ob er die Bilder rausrücken kann. Unsere Frauen wären wohl nicht sehr begeistert … Bilder unserer Tattoos gibt’s im näxten Tattoo-Guide zu sehen – ob nackt oder nicht – seid gespannt …

Stellt euch bitte mal vor. Es gibt ja noch Dödel, die euch noch nicht kennen. Wer und warum seid ihr? In welcher Form und seit wann?

Die TowerBlocks existieren mittlerweile seit neun Jahren. Sie haben sich zum Zwecke des alltäglichen Kampfes gegen die ausufernde Langeweile („General Boredom“) gegründet, und sind stolz darauf, von vielen inzwischen als eine der Streetpunk-Institutionen nicht nur für Berlin gesehen zu werden! Unter anderem deshalb gibt es uns auch immer noch. Schlechte Bands gibt es schon viel zu viele. Deshalb müssen die guten immer weiter machen, immer weiter weitermachen! Außerdem gibt’s auch nix schöneres im Leben als mit den Bandchaoten on the road zu sein! Seit 2008 spielen wir in folgender Besetzung: Holgi-voc., Stephan-git., Lindow-git., Dr. Kacke-bass, Zoppel-drums.

Gibt es eine Schlagzeile über euch, die ihr gerne einmal lesen würdet?

„Stephan – Leadgitarrist der TowerBlocks (5x Platin) trennt sich nach drei Jahren von seiner Dauerfreundin Avril Lavigne. Sie hat ihn mit Jeanette Biedermann, Juliette Lewis und fünf ihrer Freundinnen nackt beim Schäferstündchen erwischt.“

Eine gute Schlagzeile. Was dazu die Frauen wohl sagen … Wie kam’s zum Bandnamen?

Viele Vorschläge standen anno 2000 gar nicht zur Debatte. Er sollte einen Bezug zu unserem Proberaumumfeld im tiefsten nordöstlichen Ghetto Berlins (Hellersdorf-Marzahn) und zu den musikalischen Einflüssen unserer Gründungstage (77er-/Oi!- Punk wie The Business, Stiff Little Fingers, 4 Skins, UK Subs, Chelsea etc.) haben. Nach einem Blick aus dem Fenster &und in das Lyric-Blattes einer Sham 69-Platte („Social Estates or Tower Blocks – wherever you live you get the knocks“) entschieden wir uns für den aktuellen Namen!

Was unterscheidet die TowerBlocks von heute von den TowerBlocks aus euren Anfangstagen etwa vom „Hellersdorf Criminals“-Tape?

Der Sound der damaligen Tage war mehr an den den der End-70er/80er Jahre-Punkbands angelehnt. Inzwischen darf’ s schon ein bisschen „fetter“ klingen – auch live. Wir haben durch das Mitwirken eines zweiten Gitarristen schließlich viel mehr Möglichkeiten. Es war, ist und bleibt aber Punkrock, bei dem Melodien nicht zu kurz kommen. Zwischen Schrammel-Oi! und Emo-Pop ist noch genug Raum, in dem wir uns ganz wohl fühlen!

Eure Plattencover ist auf dem Cover des neuen „Pankerknacker“. Ist das schon der totale Ausverkauf? Was habt ihr dafür machen müssen?

Nix! (Die Wahrheit zu nennen, wäre in keinster Weise jugendfrei und bleibt bis zur Veröffentlichung in einschlägigen Magazinen deshalb unser Geheimnis – und das ist dann erst der totale Ausverkauf..)

Was kommt als nächstes: Majorlabel? Luxusvilla? Zahlreiche willige und nackte Groupies, die ihr nur noch bespringen müsst?

Also sollte da draußen Einer sein, der uns seinem Majorlabel zuführen möchte, dann muss der schon ordentlich tief in die Tasche greifen, denn wenn Ausverkauf – dann richtig … Spaß beiseite: Wir haben natürlich Träume und Wünsche aber was hilft’s denn. Wir haben gelernt dass wir unsere Rechnungen wohl weiter nicht von unserer Musik bezahlen können. Sollte da einer `ne Idee , wie wir das ändern können, sind wir zu vielen Schandtaten bereit. Im Moment sind wir sehr zufrieden mit den Resonanzen die uns aus der ganzen Welt erreichen und die Möglichkeit geben, diese auch zu bereisen. So werden wir zwar nicht reich, aber wenigstens auch nicht dumm sterben und das ist ne Menge mehr als manch anderer von sich behaupten kann. Zu den Groupies wirst du mir an dieser Stelle kein Wort entlocken. Ich bin froh dass ich den Schlüssel zu meiner Wohnung noch hab’ und nicht meine Klamotten unter’m Balkon zusammen sammeln muss …

Das Cover ist von SSGraphics – also von Sucker, oder?

Richtig beobachtet! Der Sucker hat ja schon das Artwork unserer letzten Scheibe „Havin’ A Laugh And Havin’ A Say“ gestaltet. Auch für andere Bands wie die Gonads oder Pistol Grip war er in der Vergangenheit zugange und da er das immer fein gemacht hat, lag es nahe, dass wir auch bei unserer aktuellen Veröffentlichung mit ihm zusammenarbeiten. Er war von unserer Idee einer Art „Neuauflage“ des Exploited-Covers von „Troops Of Tomorrow“ gleich begeistert und hat sich an die Arbeit gemacht!

Cover von Sucker, Oxymoron-Shirt auf dem Cover … Lasst mich raten: Habt ihr ein Nahverhältnis zu den Oxys? Oder seid ihr die besseren Oxys?

Also was englischsprachigen Punk aus deutschen Landen angeht, gehören die Oxys sicher zu den „all time favourites“ aller Bandmitglieder! Wir hatten seit unserer Gründung aber nie das Bestreben, `ne Art Oxy II zu kreieren. Dazu sind die TowerBlocks viel zu eigen. Wenn man den ein oder anderen musikalischen Einfluss der Oxys als solchen wahrnimmt, sind wir aber nicht stinksauer – im Gegenteil … Und wo du schon so direkt fragst: Nein, wir waren mit den Oxys (noch) nicht im Bett!

Nicht nur bei euch auf der Webseite im Forum, sondern auch hin und wieder bei Besprechungen oder in Artikeln hört oder liest man, dass ihr mittlerweile stärker nach den Oxys klingt. Was sagt ihr dazu? Ist was dran?

Nun klingen die frühen Oxys ja nicht wie die Oxys von der „Feed The Breed“. Auch diese Band hat `ne Entwicklung durchgemacht – und wie klingen die TowerBlocks nun!? At the end of the day sind wir stolz, wenn man uns musikalisch in die Größenordnung der Oxys einstuft. Deren Sound und Songwriting hat uns nicht unerheblich beeinflusst. Wollten wir (noch) mehr davon, hätten wir `ne Coverband gegründet! Aber egal: Namedropping kann nicht schaden!

Das Cover erinnert sehr an die „Troops Of Tomorrow“-Platte der nicht ganz unumstrittenen Exploited. Ihr seid auch mehrfach mit ihnen aufgetreten? Was verbindet euch mit Exploited? Habt ihr engeren Kontakt?

Bisher besteht der Kontakt tatsächlich nur über mehrere Auftritte und den Plan, mal eine gemeinsame Tour durchzuziehen. Für mich war die „Troops Of Tomorrow“-Scheibe als Kiddie-Punk eine der wichtigen, weil sie nochmal so richtig schön arschtretend war! Nach dem Ende der Pistols und der Produktion so merkwürdiger Geschichten wie der „Sandinista“ von The Clash wäre ich sonst bestimmt mit Haut und Haaren für alle Zeit dem Deutschpunk verfallen – au weia!!

Welches Exploited-Album habt ihr euch zuletzt zugelegt? Wie seht ihr die Band heute?

Das letzte war dann auch schon die „Beat The Bastards“! Ich bin bei ihren heutigen Gigs in erster Linie von den alten Sonx hingerissen. Mit der „Troops Of Tomorrow“ haben sie Punkrockgeschichte geschrieben. Ansonsten bleiben sie für mich eine Band, die in erster Linie durch ihre Livepräsenz überzeugt.

Exploited sind ziemlich unbeliebt. Ist das auch ein Ziel für euch? Wollt ihr wie Exploited provozieren?

Ohne Provokation ist Punk arschlos!! Wer mit dieser Wahrheit nicht klarkommt, hat in unserer Szene nix verloren. Wenn ich mir den ganzen Tag Vorschriften machen lassen wollte, hätt’ ich auch zum Bund gehen können oder niemals bei Mutti ausziehen dürfen!

Mit welchen anderen Bands würdet ihr gerne mal auftreten? Was waren die schlimmsten Bands mit denen ihr aufgetreten seid?

Was soll man sagen, da gab es schon das eine oder andere Highlight in negativer Hinsicht. Aber warum im nach hinein dreckige Wäsche waschen? Die Leute mit denen wir wenig Spaß hatten, haben das auch zeitnah (also direkt am jeweiligen Abend) erfahren. Wir sind da nicht auf den Mund gefallen und über die Presse nachtreten, ist was für Mädchen. Bands mit denen wir spieen würden gibt es sicher einige – zum Beispiel wäre es mir ein Fest, die Bühne mal mit Motörhead zu teilen. Aber nur wenn es danach in denselben Backstage ginge …

Wahrscheinlich wird euer neues Stück „Proud To Be Punk“ auf eurem neuem Album die Exploited-Tradition aufleben lassen und einige vor den Kopf stoßen. Wie kam es zu dem Stück? Was wollt ihr damit erreichen?

Es gibt gerade in Berlin unglaublich viele Auswüchse vom Punkrock, die eigentlich eine gemeinsame Tradition und Geschichte haben. Das ist geil, denn wir lieben die Vielfältigkeit und jeder soll machen worauf er Bock hat. Nur wenn ich dann aus der S-Bahn steige und eine Horde von „Punks“ sitzen auf der Strasse bei `ner gemütlichen Tasse Billigfusel und alle sind am Rechtsrock hören, dann hat meine Toleranz leider ein Ende. Punk heißt nicht: stinken – auch wenn man damit super provozieren kann. Und Punk ist auch nicht Rechtsrockhören, weil man damit die kleinen Antifas so super provozieren kann. Am geilsten ist dann die Nummer, wenn das Streichholz gezogen wird, welcher von den Kumpels heut für’s Aldibier die Leute anbetteln soll. Der geht dann `ne Ecke weiter und asselt die selben Menschen an, die vorher von seinen Kumpels angemacht wurden, weil sie ja zu der Gesellschaft gehören, mit denen sie nix zu tun haben wollen … Naja, das ist so eine Szene, die sehen wir in Berlin ziemlich oft und manche verwechseln das leider mit Punkrock – das ist aber eine dumme Sache, denn Punkrock hat eine große Geschichte und ist ein geiles Lebensgefühl, auf das wir sehr stolz sind. Wenn das dann von solchen Subjekten lächerlich gemacht wird, macht uns das ganz schön sauer! Und als Musiker hast du nun mal die Möglichkeit, dich in deinen Texten über alles auszukotzen. Die haben wir genutzt.

Ist betteln noch Punkrock?

Von uns hat niemand jemals gebettelt, das verbietet uns unser Stolz. Wir gehen alle für unser Geld arbeiten und das wird auch so bleiben!

Ihr singt in dem Lied davon, dass die Subkulturen Stachel im Fleisch der Gesellschaft sein sollen. Hat das irgendwas mit der Realität zu tun?

Das kommt ganz darauf an wie man dieses Sinnbild verstehen möchte. Im Endeffekt ist es doch so, dass unsere Subkultur Menschen, die sich nicht anpassen wollen, die auffallen oder oft mit ihrer Meinung anecken, ein Zuhause gibt. Schwierige Typen mit `ner eigenen Meinung fühlen sich gerade in unserer Szene sehr wohl. Es ist doch super und wenn wir die Chance haben den Kindern von irgendwelchen Staatsanwaltswichsern, Politikern oder anderen angepassten Idioten `ne Option aufzuzeigen, wie man sein Leben auch leben kann oder sich `ne eigene Meinung bildet … Wenn man es schafft, dass Menschen Dinge in Frage stellen, dann hat man auf jeden Fall `ne Menge dazu beigetragen, dass sich etwas verändert. Wir versuchen das mit unseren Texten und hoffen ein kleines Stück vom Stachel zu sein.

Was bedeutet die Szene noch für euch?

Die Szene ist unser Zuhause; hier haben wir unsere Freunde, hier können wir uns daneben benehmen, ohne das uns gleich einer anpisst. Die Szene hat ne Riesenvergangenheit und wir sind stolz drauf, dass wir etwas dafür tun können, dass weitere Geschichten dazu kommen. Es wäre schade, wenn irgendwann ein reines Konsumdenken Überhand nimmt und niemand mehr was für die Szene tut. Das hat nämlich Punkrock mal ausgemacht. Da hat Kalle aus Fürth sein eigenes Fanzine mit 20 Seiten geschrieben und für 50 Pfennig verscheuert. Achim aus Magdeburg hat mit allen seinen Kumpels ein Konzert veranstaltet, weil die Jungs unbedingt die und die Band sehen wollten. Es wurden Solikonzerte gespielt weil irgendeiner ne Kaution brauchte, um aus’ m Knast zu kommen und so weiter und sofort. Das fehlt im Moment leider ein bisschen. Ohne den Leuten zu nahe treten zu wollen, die sich immer noch den Arsch aufreißen (denn da gibt es immer noch einige). Punkrock war für uns immer ein gemeinsames Ding und nicht sich ein Ticket kaufen und dann mit verschränkten Armen bei den Vorbands vor der Bar zu stehen …

In “The Kids Of The Towerblocks“ singt ihr über das Leben in der Vorstadt-Hölle. Erzählt mal, wie es bei euch zugeht. Wien ist ja viel gemütlicher, selbst die Hölle ist gemütlicher …

Ach weeste, so schlimm war dit gar nicht. Ich (Stephan) komm ausm Plattenbau (Hellersdorf) und der war ja immer so ein Pseudonym für die Arbeiterklasse und alles was damit zusammenhängt. Die Leute, die da wohnen haben halt nicht alle soviel Kohle. Es gibt viele soziale Brennpunkte und auch `ne Menge Gewalt. Wir haben 1998 im tiefsten Hellersdorf `nen Jugendclub (das Sonneneck) gegründet und betrieben, in dem zu Hochzeiten bis zu 50 Punkbands geprobt haben. Das hat den örtlichen Faschoverbänden leider nicht so gepasst und wir mussten uns im wahrsten Sinne durchboxen. Das war halt schon auch mal die Hölle, aber das kann dir eigentlich auch überall passieren. Manchmal kriegst du aufs Maul, weil du ein Punk bist und manchmal mussten die dann dran glauben. So war das da halt …

Wie entstehen die Songs bei euch?

Meist sind wir im Proberaum und Stephan bringt `ne neue Songidee an (oft mit fertigem Refrain). Das wird dann eingespielt und aufm 8-Spurgerät aufgenommen. Holgi schreibt dann die Texte dazu – das kann der nämlich wirklich gut. Dann basteln wir so lang an dem Song herum bis er uns richtig gut gefällt. Den Rest kannste dir auf einer unserer vier Scheiben anhören …

Gibt es eine Band, die ihr gerne einmal covern wollt?

Hm, ich wüsste nicht warum wir diese dann noch nicht gecovert hätten. Aber lasst euch überraschen. Vor der Russlandtour proben wir auch ein paar neue Cover ein …

Ihr habt auch einen Song („Skinhead Girl On The Terraces“) über Renees und Fußball. Was macht mehr Spaß? Fußball oder Sex?

Das ist aber `ne ganz fiese Frage. Ab `nem bestimmten Alter machen viele Sachen mehr Spaß als Sex. Naja, wir tun unser bestes um beides zu verbinden.

„Erlebnisorientierte Freizeitgestaltung“? Super oder klasse?

Na super. Das ist doch `ne gute Beschreibung von unserem Leben: Arbeiten, proben und am Wochenende ab auf die Bühne – geil!

Wie sehen eure Pläne aus?

Na irgendwann muss es doch mal knallen. Wir sind sehr stolz auf unser Album und wollen es gern auf der ganzen Welt präsentieren! Russland, Amerika, Australien oder China. Uns hält keiner mehr auf. Wir Kommen!

Was wolltet ihr eurem Publikum schon immer mal mitteilen?

Wir haben eigentlich immer alles geäußert und selten `ne Frage offen gelassen. Einfach mal die Texte lesen und froh drüber sein, dass hier `ne Band nicht nur über Ficken und Saufen singt und ohne die Textzeilen auskommt: „Ihr mögt uns nicht, aber wir machen trotzdem weiter“.

Danke für das interessante Interview. Auch wenn euch viele mögen: Macht trotzdem weiter!

Leider ist das Interview mittlerweile fast von neuen Entwicklungen überholt worden. Die TowerBlocks sind in Berlin mit Exploited aufgetreten. Wer nicht dabei war, hat allen Grund von Neid zerfressen zu werden (wie ich). Die schlechte Nachricht ist, dass Dr. Kacke derzeit in Berlin-Moabit einsitzt. Er ist, wie auf der Myspace-Seite der Band zu lesen ist und von Stephan bestätigt wird, derzeit in Untersuchungshaft und wird es wohl noch einige Zeit bleiben. Mehr dazu auf den Seiten der Band. Wer sich solidarisch erklären, den Jungs gute Wünsche zukommen lassen will, kann dort mehr lesen. Derzeit organisieren die restlichen TowerBlocks ein Solikonzert für Dr. Kacke und seine Familie. Spenden sind bestimmt willkommen.

Manchmal kann die Heimatstadt schlimmer als ein Bombenalarm in Novi Sad sein.

Igor Frost



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