Tonträger Reviews O-S

| Dezember 10th, 2008

OPEN SEASON – Here We Go
(CD, Leech)
Laut Waschzettel bewegen sich die Schweizer von Open Season auf diesem Rundling „zwischen Reggae, Ska und Dancehall“. Nun, ich bin ja weiß Gott kein Fachmann für jamaikanische Musik, aber von Reggae und Ska ist meiner Meinung nach hier nicht mehr sehr viel zu hören. Dafür stimme ich dem Info gerne zu, wenn es das hier Dargebotene als „innovativ“ und zeitgemäß beschreibt. Eben eher was für bekiffte Abiturienten auf Sommerurlaub als für traditionsbewusste Kurzhaarige. Alan

OUTSIDERS JOY – Sonnenbankgebräunter Anabolikamutant
(CD, Hulk Räckordz)
Da isses, das neue Album der neuesten Hulk-Errungenschaft. An und für sich haben die drei Kölner Jungs wirklich Potential, da sie mit massenweise Kreativität, Humor und musikalischem Können gesegnet sind. Geboten werden 17 schicke, melodiöse Songs mit witzigen Texten. Für meinen Geschmack versuchen die Jungs allerdings viel zu sehr Wizo zu imitieren. Versucht es doch mal mit ein bisschen mehr Eigenständigkeit, dann klappt’s vielleicht auch mit der Nachbarin. Und… ähm… beim nächsten Mal bitte nur deutschsprachige Lieder – oder vorher eben ein paar Stunden Englischunterricht nehmen… Zielgruppe: 14-18-jährige Mädchen, die das Wizo-Zeitalter nicht mehr miterleben durften. Jasmin

PADDELNOHNEKANU – Angespielt
(CD, HYPERLINK www.myspace.com/paddelnohnekanu www.myspace.com/paddelnohnekanu)
Herrje, hier ist jemand an dem Punkt angekommen das Punkrock inzwischen total kommerziell sei und dass er/sie deswegen weinerlich/schrägen Indie-Experimentiersound fabrizieren muss. Als Geißel? Keine Ahnung, ich weiß nur, dass ich nichts weiß und dass die Musik, die gerade aus den Boxen tönt rein gar nichts für mich ist. Auf den Bandnamen gehe ich erst gar nicht mehr ein. Ich wird’ jetzt eine Runde MTV sehen und mir den Schambereich enthaaren. Paddelnohnekanu ist vielleicht am ehesten etwas für Freunde von günasium artsyfartsy Bands, ist nur mehr Lo-Fi. Dennisdegenerate

THE PEACOCKS – Gimme More
(MCD, People Like You)
Kurz nach dem letzten aktuellen Longplayer „Touch & Go“ (der mir sehr gut gefallen hat, aber wie immer auch nicht ganz an die Live-Qualitäten heran kommt), wirft PLY jetzt eine etwas fragwürdige Veröffentlichungen der Rockabillies aus der Schweiz auf den Markt. Auf der mit „The Best Of The Rest & Leftovers“ untertitelten MCD befinden sich neben dem Videoclip vom Longplayer-Song „Gimme More“ weitere sieben Songs, die es nicht auf das offizielle Album geschafft haben. Was hier vom Label als Sammlerobjekt dargestellt wird, ist meiner Meinung nach reine Geldmacherei. Sieben Songs in 15 Minuten plus Bonusvideo zum annähernd gleichen Preis wie der Longplayer verursachen bei mir einen bitteren Beigeschmack. Warum hat man die Songs nicht einfach mit auf’s Album gepackt und als Bonustracks gekennzeichnet? Musikalisch ist absolut nichts daran auszusetzen, Peacocks wie man sie kennt und vor allem live liebt. Rockabilly mit einem gehörigen Schuss Punkrock. Aber so hab’ ich da irgendwie keinen richtigen Bock drauf. Obnoxious

PLASTIC STARS – Sheena Gets Around
(7“, No Front Teeth Records)
Wie schön, endlich mal wieder ein Stück Vinyl. Das hat sogar den weiten Weg über den Atlantik hinter sich, kam aber in England raus. Egal, schade ist nämlich, dass auf der Single nur 2 Lieder sind. Die Combo aus Florida macht einfachen aber sauberen 77er Punkrock und hat statt einer zweiten Gitarre ’nen Keyboarder. Mich würde wirklich mehr von der Band interessieren, da ja der Platz der Epoxies noch vakant ist. Was ich nicht verstand ist die „Verpackung“. Das ist nämlich ein Klappcover, welches nur zu ¾ um die Scheibe geht. Dafür gibt’s dann aber nochmal eine Seite/Cover mit anderem Bild. Wieso man sowas macht, keine Ahnung. Ich steh ja dann eher auf ein Endprodukt, das so richtig mit schwerem Karton und Vinyl protzt. Vor allem wenn, wie in diesem Falle, das Cover gut ist. Aber letztlich zählt die Mucke und die ist klasse. Bocky

PLEASED TO MEET U – s/t
(LP, Salon Alter Hammer)
Wow, eine kleine, aber feine Offenbarung, die das sympathische Label Salon Alter Hammer aus Duisburg hier auf die Menschheit los lässt. Pleased To Meet U lassen sich musikalisch zwischen Trend, Pascow, Front, Turbostaat und Oma Hans einordnen. Aber eigentlich auch wieder nicht. Denn andererseits sind sie viel zu eigenständig, um hier mit einer dieser Bands verglichen werden zu können. Die Band hat auf jeden Fall eine bisher unbesetzte Nische gefunden und hat nicht die kleinste Mühe, diese Nische auch zu füllen und zu definieren. Das müssen andere Bands mit einem Debutalbum erstmal schaffen. Pleased To Meet U setzen hier auf jeden Fall neue Grenzen. Was anfangs etwas gewöhnungsbedürftig klingt, entwickelt bald seinen eigenen abgefahrenen Charme und weiß auf ganzer Linie zu gefallen. Irgendwie könnte die Platte auch den Anfangstagen von Punk in Deutschland entstammen. Gut, dass es nicht so ist. Und noch besser: Echtes Vinyl, sogar 180 Gramm schwer, plus super minimalistische Covergestaltung. Wirklich ein Hammer aus dem alten Salon. Als Bonus zum Vinyl gibt’s übrigens einen Code für den Download des Albums als mp3. Unbedingt mal anchecken. Obnoxious

P. PAUL FENECH – Skitzofenech
(CD, PLY)
Der bekanntlich schwierige Frontmann von den Meteors ist wohl nicht wirklich ausgelastet und haut sein siebtes Soloalbum heraus! Zugegebenermaßen mein erstes von ihm, aber sicher nicht sein letztes, der Backkatalog muss her. Finde ich Meteors nicht gar so doll, reißt mich dieses Album umso mehr aus den Latschen. Der ungekrönte König des Psychobilly präsentiert ein Hammer-Album, was durch seine einzigartige Atmosphäre besticht. Durchgängig vom ersten bis zum letzten Titel der 14 Songs beschwört Fenech den hauseigenen Wahnsinn mit seiner markanten Stimme. Da ist es auch egal ob er Ausflüge in Surf, Country oder Rockabilly wagt, selbst das „Ring of Fire“-Cover ist sehr gut gelungen! Ein sehr nachhaltiges Album von einer der eigenständigsten Personen unserer Subkultur. Bocky

THE PROSECUTION – Move On
(MCD, My Redemption Records)
Ach Gott ja, Skacore gibt’s ja auch noch. Der beste Beweis: The Prosecution aus Abensberg im tiefen Niederbayern. Braucht man Skacore noch? Ich weiß es nicht genau, aber in der Form einer 25-minütigen 6-Song-MCD kann man sich das durchaus mal wieder antun, ohne dass einem zu später Stunde der Schädel auf die Tastatur fällt. Sehr löblich ist, dass es die acht Jungs geschafft haben das Ganze als DIY-Produktion auf den Weg zu bringen und das alles in sehr angenehmer Qualität. Was sowohl für die CD-Produktion als auch die grafische Umsetzung des Booklets gilt. Lediglich der Vertrieb läuft über My Redemption (zumindest wenn ich das richtig verstanden habe). Skacore mit mehrstimmigen Backgroundvocals und einem Bläsersatz bestehend aus Posaune, Trompete und Sexophon, ähhh Saxophon. Sorry, bei „Blasen“ muss ich immer an Sex denken. Und natürlich auch umgekehrt. Vor allem wenn drei junge Jungs am Start sind. Aber ich schweife vom Thema ab. The Prosecution können von mir aus ruhig noch einen „Move On“ machen, denn sie sind auf jeden Fall auf dem richtigen Weg, zumindest wenn man Skacore mag. So, jetzt hat die Band aber Glück gehabt, dass Thorsten die MCD nicht besprochen hat… Obnoxious

RAFIKI – Ich bremse nicht für Bosse
(MCD, Eigenverlag)
Ich auch nicht, denn wo ich herumfahre, gibt es eigentlich keine Bosse, keine Wirtschaftslenker, niemand der „das System“ wäre, insofern ist es nicht nötig. Andernfalls würde ich schon aus rein humanitären Gründen niemanden überfahren, auch nicht Bosse und auch nicht „Schweine“ (eigene Anm. für unsere politischen Tierfreunde: Kein Textzitat). Zu diesen Gedanken regte mich die Konzept-4-Song-Mini-CD der fünf Franken an. Anstatt die Zuhörer mit Partyliedern zu überschwemmen, wollten sie nämlich genau dies: Durch „unbequeme Themen“ zum Nachdenken anregen. Da Rafiki dies durch, meiner Meinung nach, Klischeesalbaderei in Reinform tun, bejahe ich die provokativ ins Bandinfo geschriebene These: „Gesellschaftskritische, politische Texte sind zu Zeiten der Spaßgesellschaft abschreckend“ und setze ein dickes Ausrufezeichen dahinter! Musikalisch habe ich gegen den „deutschsprachigen Ska-Punk mit Off-Beat“ (und meinetwegen ’ner Prise Rock) nichts einzuwenden, auch wenn ich ihn keine „festgefahrenen (…) Grenzen“ durchbrechen höre. Captain Mocker

THE REAL MCKENZIES – Off The Leash
(CD, Fat Wreck)
Auf dem Album prangt ein Pin-Up mit schottischer Fahne in der einen Hand und zwei Hundeleinen in der anderen. Zu ihren Füßen zwei „von der Leine gelassene“ schottische Terrier. Stimmt, nicht gerade das typische Cover, das man von den versoffenen Kanadiern kennt. In etwa so verhält es sich auch mit der Musik des Albums. Der neue Sound ist viel poppiger und eingängiger. Trotzdem ist das inhaltlich keine Abkehr vom schon lange eingeschlagenen Weg. Nach wie vor handeln die Texte vom Leben, Trinken und der schottischer Tradition. Dementsprechend kann man von einer Entwicklung sprechen, die den Jungs aus Vancouver gut zu Gesichte steht. Denn wenn eine Band im Folk-Punk-Genre mal ordentlich abgefeiert gehört, dann sind das die Real McKenzies. Sie sind sich nämlich nicht zu fein die ganze Nacht auch auf deiner Party mitzumachen. Bocky

REDSKA – Le Mie Prigioni
(CD, Black Butcher)
Und schon wieder ’ne Midtempo-Highspeed-Party-Ska-Wumme aus Spaghettihausen. Doch keine Angst man hupt sich hier nicht wild durch 12 Nummern und gut ist. Da ist schon Abwechslung mit drinne. Daran Teil haben sicherlich namhafte Gäste wie Los Fastidios oder Banda Bassotti. Auch sonst bieten die sieben Norditaliener viel Abwechslung. So hört man die Einflüsse Rocksteady, Swing oder Reggae schon deutlich durch. Trotzdem ist nicht von der Hand zu weisen, dass man an der Moderne am meisten Spaß und Interesse hat. Deshalb ist dieses Album keineswegs etwas für Ska-Puristen, sondern viel mehr etwas für Leute, die mit solch einem Crossover gut können. Wären es Deutsche, wären sie wohl die offiziellen Nachfolger der schmerzlich vermissten No Respect. Bocky

ROIMUNGSTRUPP – Dezennium
(CD, Sunny Bastards)
10 Jahre gibt es den Roimungstrupp und hier die aktuelle Scheibe. Meiner Meinung nach nichts Besonderes. Typischer deutscher Schrammel-Oi. Mehrere Versuche, sich vom Klischee abzuheben und damit genauso oft im Raster hängen geblieben. Es gibt Besseres, sorry Jungs. Kay

SCHEISSE MINELLI – The Crime Has Come
(CD, Destiny)
Das ist mal furioser nach vorne preschender Hardcore, der traditionellen US-Version. Knackig, frisch und schnörkellos kann man hier auf jeden Fall auf lächerliches Tough Guy-Gepose getrost verzichten. Ebenso begeistert von der Band sind solche langjährigen in der Scene herumirrende Pappnasen wie Archi Alert (Terrorgruppe), der das Album produzierte, und Pennywise, welche sie supporten werden. Dieses herausragende Potential brachte die Aschaffenburger sogar schon zwei Mal über den großen Teich, wo sie alleine auf der letzten Tour satte 50 Auftritte hatten! Dementsprechend bin ich wirklich gespannt, wie das mit dieser extrem umtriebigen Band weitergehen wird. Enthusiastischer, hammergeiler Ami-HC Punk! Bocky

SIR PSYKO AND HIS MONSTERS – Zombie Rock
(LP/CD, Dot Com/Crazy Love Records)
Eines der Debüts des Jahres ist für mich „Zombie Rock“ der jungen Vorarlberger-Psychobilly-Band Sir Psyko And His Monsters. Im Prinzip ist damit alles Wesentliche gesagt.
Erst seit zwei Jahren existieren die Monster um Sir Psyko. Schon bald hat sich herumgesprochen, dass die Band mit ihrem dreckig-punkigen Billy-Sound, der durch die Stimme von Sir Psyko, den fetten Sound durch zwei Gitarren und durch den Einsatz eines Saxophons aus der breiten, untoten Masse herausragt. Seit einiger Zeit betouren sie den deutschsprachigen Raum (unter anderem als Vorband von Matchbox) und haben es als (zumindest mein persönliches) Highlight auf die Österreich-Ausgabe des „Psychobilly-Ratpack“-Samplers geschafft. Die CD ist selbstproduziert und wird nur von Crazy Love vertrieben. Die LP (sehr schön das durchsichtig-grüne Vinyl) ist direkt bei Crazy Love erschienen. Eine Abschaumgeburt aus Wut, Wahnsinn, Punk und Rock’n’Roll. 13 Songs Bastardrock! Daumen hoch oder Nase kaputt! Igor Frost

SKARFACE – Longlife Legendary Bastards
(CD, NoCo)
Einen eigenartigen Titel haben die Pariser ihrem neuesten Album da verpasst – erinnert mich ein wenig an das ulkige Englisch diverser japanischer 90er-Jahre-Nietenpunk-Bands. Ein Wieslocher Skinheadkumpan wiederum fühlt sich von der Musik an frühe Busters erinnert. Stimmt im Prinzip, hier gibt’s in der Tat den typischen neuen Ska der späten 80er und frühen 90er Jahre zu hören. Andererseits fällt’s mir schwer zu glauben, dass The Busters jemals so punkig, rock’n’rollig, dreckig geklungen haben wie Fred Skarface & Co das auf dieser Platte tun. Zusätzlich in die Höhe getrieben wird der Punk-Faktor durch die geniale französische Ska-Version des Antidote-Kloppers „Riot In The City“ – und auch wenig vom Cover von Sham 69s „Borstal Breakout“. Allez les grenouilles! Alan

THE SKUZZIES – Dissatisfies E.P.
(MCD, Framingo Records)
Da will wohl jemand auf den Maximo-Arctic-Brut-Zug aufspringen. Ist der aber nicht schon längst im Sackbahnhof angekommen? HH

SMALL TOWN RIOT – Selftitled
(CD, True Rebel)
Wenn man aus dem sprichwörtlichen Buxtehude kommt, dann darf man sich auch gerne einen Namen zulegen, der soviel wie „Kleinstadtkrawall“ bedeutet. Wenn man auch noch einen solchen Bastard aus hymnischem Rock’n’Roll à la The Bones, poppigem Melodic Hardcore und Streetpunk produziert, dann umso besser! Alan

SOEY – Rush Hour in Phantom City
(CD, Laserlife Rcords)
Soey kommen aus Wien und legen hier ihren ersten Longplayer vor. Sie sind seit 2006 zusammen und spielen richtig guten Hardcore/Punk der durch Einstreuen von Rhythmuswechseln hier und da die Songs immer wieder auflockert und keine Langeweile aufkommen lässt. Ab und an wird auch ein bisschen die jazzige Postcorekeule ausgepackt um die Songs geschmackvoll abzurunden. Sehr lecker das und bitte mal hier vorbeikommen und ein paar Gigs spielen. Danke. Ralf

THE SPACE COWBOYS – Dead End Streets & Devil’s Night
(LP, Brokenheart Records)
Schneller, eingängiger Punk’n’Roll der gefällt! 13 rotzig-schöne Songs der vier Herren aus Göteborg lassen die Lauscher ganz weit offen stehen. Dieses nunmehr dritte Album der Space Cowboys erscheint bei Brokenheart Records als LP mit aufwendigem Vier-Farb-Klappcover und ist auf jeden Fall eine lohnenswerte Investition für all jene Plattenliebhaber, die etwas mit „High Energy Punk’n’Roll“ anfangen können! Zechi

SPÄTZLESDRECK – Selber Schuld
(MC, HYPERLINK „http://www.myspace.com/spaetzlesdreck“ www.myspace.com/spaetzlesdreck)
Befliegeld von de durchweg posidive Reaktione uff ihr erschds Demo vom letschde Johr hen sich die Schwobepunks aus de Pfalz scho widder bemießigd gfühld, d’ Welt mit ihre Ergüss zom begligge. Worom sollde se irgendwas an ihrem Erfolgskonzebt ännere, wo’s doch grad so guat laft? Also machet se a grad do weider, wo se beim letschde Mol uffghert hen. 80er Deitschpunk mit holbrige Schwobeschbrich. Awwer scharmand. I wois jo no emmer net was i von so was halde soll. Ob i’s liabe odder hasse soll. I han koi Ohnung. Ois muas mer denne Chaode awwer lasse. Schlau isch’s allemol, was se do für luschdige Tekschde schreibe on alles durch de Kakao zieget. Mit Klischees spiele, des kenne se. Nei neue Liadle hen se uf derre Kassett uffgnomme. S geht wie emmer oms saufe on allem wo mer net mit eiverschdanne isch ans Boi zom pisse. Des isch recht so. E Cawerversio von „Das Model“ von Kraftwerk isch a dabei. Des hen se a bissle omgmodelt. On so en Pseido-Techno-Hit hen se a kawert. I glaab awwer drotzdem, dass se uffbasse misse, dass se de Boge net üwwerspanne. Sonscht isch nämlich ball de Ofe aus. Also nix firr oguat, ziaget vo mir aus weider eier Deng durch, awwer üwwertreibets net, ihr wisset jo: Hochmut kommd vor em Fall. Liabe Griaßle vom Obnoxiousle

SPLIT – ALARMSIGNAL / PARADOX
(7“, Antikoerper-Export, Dreckspatzen Records, Riot-Rex.)
Was das zwischenmenschliche betrifft, gehören Alarmsignal aus Celle und Paradox aus Oldenburg ohne Zweifel mit Abstand zu den korrektesten, nettesten, besten, sympathischsten und coolsten Bands, die der deutschsprachige (Hardcore-)Punk zu bieten hat. Umso besser, dass sich diese Eigenschaften auch in ihrer Musik widerspiegeln. Jede Band gibt zwei Songs zum Besten, jeweils musikalisch und textlich voll auf die Fresse. Das Ganze erscheint als 7“ mit Faltcover und doppelseitigem Textblatt für schlappe 3,50€. Übrigens auf 999 handnummerierte Exemplare limitiert. Also: Ganz schnell zugreifen, bevor euch ein Meisterwerk des deutschen Hardcores/Punks durch die Lappen geht!! Erhältlich unter HYPERLINK „mailto:info@antikoerper-export.de“ info@antikoerper-export.de Jasmin

SPLIT – Destructors666 / Dirty Love – Lex Talonis
(MCD, Rowdy Farago Records)
Auch in dieser Punkrock-Ausgabe dürfen die Destructors666 nicht fehlen. Die Jungs scheinen im Studio zu wohnen und verwöhnen uns deshalb ständig mit neuem Garage Punk-Stuff. Diesmal zwei Coverversionen von den Destructors und Dee Dee Ramone/Johnny Thunders und ein neuer eigener Song (+ ein Hidden Track). Das Motoröl spritzt wieder gewaltig und die Fuzz-Boxen glühen. Als Partner treten diesmal Dirty Love mit feinem angepunktem Rock’N’Roll mit gutem weiblichen Gesang an. Das macht Laune auf mehr. Ralf

SPLIT – Destructors666 / The Ruines / Punky Rebel Media – 08:08:08 (The Ted Rogers EP)
(MCD, Rowdy Farago Records)
Nachdem schon am 6.6.2006 und am 7.7.2007 ’ne Single raus kam jetzt die obligatorische Scheibe zum 8.8.2008. Diesmal versuchen sich drei Bands am Thema Glam Rock. Destructors666 spielen zwei eigene Songs und ein Cover der Flamin’ Groovies. Es klingt diesmal entsprechend dem Glam Rock-Thema etwas weniger nach Garage – macht aber trotzdem Spaß. The Ruined spielen zwei gewohnt auf den Punkt gebrachte Punkrock-Nummern, wobei der letzte eine Coverversion eines coolen Songs ist, den ich leider nicht kenne. Punky Rebel Media steuern einen Song bei. Sie mischen von Pop über Punk und alles was Krach macht zu einer sehr eigenen Mischung. Interessant. Ralf


SPLIT – L.E.Ä.R.N. / Common Enemy / Woof / Sidetracked
(CD, Horror Business)
Diese Split-CD enthält Scheiben von vier Bands die bisher nur als Vinyl erhältlich waren und jetzt für alle, die keinen Plattenspieler (und davon soll es ja tatsächlich welche geben) besitzen, auf CD zugänglich ist. Es eröffnen L.E.Ä.R.N. aus Palermo. Sie schicken 10 schnelle Songs ins Rennen die jeden Skatepunk- und Thrashcore-Liebhaber zufrieden stellen sollten. Danach setzen Common Enemy mit weiteren 8 Songs nach und es wird weiterhin dem Skatecore im 80er Jahre Stil gehuldigt – bestens. Woof knallen 6 Songs zum 10-jährigen Jubiläum raus. Schöner In-your-face-Hardcore der schnelleren Sorte – sehr gut. Zum krönenden Abschluss dann Sidetracked mit 9 Songs die an 80er Hardcore angelehnt sind und immer schön trashig rausgerotzt werden. Wer also die Vinyls der einzelnen Bands nicht hat, kann mit dieser Comp-CD richtig viel Spaß haben und die müden, alten Knochen mal wieder aufs Skateboard wuchten. Abfahrt. Ralf



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